Gefahrenbereiche

Gefahrenbereiche

Explosionsgefährdete Bereiche umfassen Bereiche, in denen eine explosionsfähige Atmosphäre vorhanden sein kann, entweder permanent aufgrund der Materialien, die gelagert oder als Teil des Herstellungsprozesses verwendet werden, oder gelegentlich aufgrund von Leckagen oder Verschüttungen.

Die explosionsfähige Atmosphäre kann durch brennbare Gase oder Dämpfe oder durch brennbaren Staub (entweder als Staub in der Atmosphäre oder als Staubschicht) verursacht werden.

Disclaimer. Die Informationen auf dieser Seite dienen nur als Überblick zur allgemeinen Orientierung. Sie darf nicht zur Entscheidungsfindung verwendet werden, und es muss ein Gutachten eingeholt werden.

ATEX

ATEX ist die gebräuchliche Bezeichnung für die beiden europäischen Richtlinien zur Kontrolle explosionsfähiger Atmosphären:

  1. Die Richtlinie 99/92/EG (auch bekannt als „ATEX 137“ oder die „ATEX-Arbeitsplatzrichtlinie“) ist für Arbeitgeber und enthält Normen für Mindestanforderungen zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit der Arbeitnehmer, die durch explosionsfähige Atmosphären gefährdet werden können.
  2. Die Richtlinie 94/9/EG (auch bekannt als „ATEX 95“ oder „die ATEX-Geräterichtlinie“) ist für Hersteller gedacht und enthält Hinweise zu Geräten und Schutzsystemen zur Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen.

ATEX ist in der gesamten EU anwendbar, so dass nationale Normen nicht mehr erforderlich sind und die Hersteller folglich Prüfungen und Zertifizierungen in allen Mitgliedstaaten beantragen müssen.

DSEAR

DSEAR steht für die Veröffentlichung „Dangerous Substances and Explosive Atmospheres Regulations 2002“ der britischen Regierung.

DSEAR erlegt den Arbeitgebern die gesetzliche Pflicht auf, ihre Mitarbeiter vor Risiken für ihre Sicherheit am Arbeitsplatz zu schützen, sowie gegenüber Mitgliedern der Öffentlichkeit, die durch die Arbeitstätigkeit gefährdet sein können.

Was sind Gefahrstoffe?

Zu den Gefahrstoffen zählen alle bei der Arbeit verwendeten oder vorhandenen Stoffe, die, wenn sie nicht ordnungsgemäß kontrolliert werden, Menschen durch Feuer, Explosion oder Korrosion von Metall Schaden zufügen können. Sie sind an fast allen Arbeitsplätzen anzutreffen und umfassen u. a. Lösungsmittel, Farben, Lacke, brennbare Gase wie Flüssiggas (LPG), Staub von Bearbeitungs- und Schleifvorgängen, Staub von Lebensmitteln, Druckgase und metallkorrosive Substanzen.

Auswahl von Leuchten für explosionsgefährdete Bereiche

Um festzustellen, welche Leuchten für eine bestimmte Anwendung geeignet sind, sind eine Reihe von Schritten erforderlich:

  • Bestimmen Sie die Zoneneinstufung
  • Dies wird die Wahl der Geräteklassifizierung beeinflussen
  • Bestimmen Sie die erforderliche Temperaturbewertung anhand der Temperaturklassifizierung der vorhandenen Gefahrstoffe
  • Bestimmen Sie das erforderliche Schutzkonzept

Anhand dieser Kriterien können geeignete Leuchten ausgewählt werden.

Gefährliche Bereiche

Es liegt in der Verantwortung des Arbeitgebers, die Klassifizierung des Gebietes festzulegen. Gefährliche Zonen werden durch die Dauer definiert, während der die explosionsfähige Atmosphäre vorhanden ist.

Gas, Dampf und Nebel

  • Zone 0. Die explosionsfähige Atmosphäre ist ständig oder häufig und über lange Zeiträume vorhanden.
  • Zone 1. Die explosionsfähige Atmosphäre ist im Normalbetrieb gelegentlich vorhanden.
  • Zone 2. Die explosionsfähige Atmosphäre existiert nur für kurze Zeiträume. Sie ist normalerweise nicht vorhanden, kann aber infolge von Leckagen, Verschütten oder bei Wartungsarbeiten auftreten.

Staub

  • Zone 20. Die explosionsfähige Atmosphäre ist ständig oder häufig und über lange Zeiträume vorhanden.
  • Zone 21. Die explosionsfähige Atmosphäre ist im Normalbetrieb gelegentlich vorhanden.
  • Zone 22. Die explosionsfähige Atmosphäre existiert nur für kurze Zeiträume. Sie ist normalerweise nicht vorhanden, kann aber infolge von Leckagen, Verschütten oder bei Wartungsarbeiten auftreten.

Geräteklassifizierung

Geräte werden nach dem Sicherheitsgrad des Produkts klassifiziert.

  • Geräte der Kategorie 1 sind für die Zonen 0/20 geeignet
  • Geräte der Kategorie 2 sind für die Zonen 1/21 geeignet
  • Geräte der Kategorie 3 sind für die Zonen 2/22 geeignet

Temperaturbewertung

Leuchten müssen eine Temperaturbewertung haben, die sicherstellt, dass die maximale Oberflächenbetriebstemperatur der Leuchte die Atmosphäre durch Kontakt nicht entzündet.

Temperatur-Klassifikationen

Temperaturklassifizierungen sind für eine Vielzahl von Gasen und Stäuben verfügbar, und die Temperaturklassifizierung der Leuchte muss niedriger sein als die Temperaturklassifizierung der vorhandenen Substanz.

Temperaturklasse Maximale Oberflächentemperatur in °C
T1 450
T2 300
T3 200
T4 135
T5 100
T6 85

* Klassifizierung der maximalen Oberflächentemperatur für elektrische Geräte IEC 60079-0

Schutzarten

Das Schutzniveau wird durch das Schutzkonzept bestimmt. Jedes Schutzkonzept ist in IEC-Normen definiert.

Schutzkonzept Konzept-Brief
Flammensicher d
Erhöhte Sicherheit d
Entleerung/Druckbeaufschlagung p
Quarz q
Ölimmersion o
Einkapselung m
Typ „n“ n
Intrinsische Sicherheit i

Etikettierung

Das Schutzniveau wird durch das Schutzkonzept bestimmt. Jedes Schutzkonzept ist in IEC-Normen definiert.

a Name des Herstellers (oder eingetragenes Warenzeichen)
b Typ-Identifikation
c Seriennummer
d Zertifikatnummer und Aussteller
e Falls erforderlich: „X“ (besondere Bedingungen)
f Ex-Kennzeichnung:
f.1 Symbol „Ex“
f.2 Schutzart(en)
f.3 Gruppe
f.4 Temperaturklasse
f.5 Schutzgrad der Ausrüstung
f.6 Falls erforderlich, Umgebungstemperatur
g Falls erforderlich: weitere Informationen

Ölindustrie

Zugangsbeleuchtung

Sicherheit und Zugangsbeleuchtung sind unerlässlich, da die Anlagen rund um die Uhr in Betrieb sind, so dass jederzeit Zugang für Inspektion, Wartung und Reparatur erforderlich sein kann. Petrochemische Anlagen sind in der Regel außenliegend, so dass geeignete Leuchten verwendet werden müssen.

Beleuchtungsstärken

CIBSE: SLL-Beleuchtungsratgeber 1 – „Industrieumfeld“ 2018 empfiehlt 50 Lux für Gehwege, 100 Lux für externe Pumpen und Ventile, 150 Lux für Anlagenteile, die nur selten gewartet werden müssen, und 300 Lux in Bereichen, die ständig in Gebrauch sind.

Da die Installation in einer externen Arbeitsumgebung ohne Decken und Wände oft eine Herausforderung darstellt, werden die Leuchten häufig an Sicherheitsgeländern, Stützen und Trägern befestigt. Es muss darauf geachtet werden, dass die Installationsbefestigungen die Leistung der Leuchte nicht beeinträchtigen, weshalb häufig externe Befestigungslaschen verwendet werden.

Lebensmittel- Und Textilindustrie

Die Bereiche, in denen Rohstoffe empfangen und vorverarbeitet werden, haben oft wenig Ähnlichkeit mit den sauberen und sterilen Umgebungen, in denen das Endprodukt verpackt wird. Die Grundstoffe müssen gereinigt und grob verarbeitet werden, um die Zielsubstanz oder das Zielmaterial zu verfeinern, und sie sind oft schmutzig und staubig.

Der Staub vieler Rohstoffe (und der Restabfall) wie Mehl, Zucker, Baumwolle, Reis und Kakao stellen eine Brand- und/oder Explosionsgefahr dar, so dass geeignet geschützte Leuchten verwendet werden müssen. Es muss die Zündtemperatur für das Material ermittelt werden, die bei der Auswahl der Leuchte eine Rolle spielt.

Beleuchtungsstärken

CIBSE: SLL-Beleuchtungsratgeber 1 – „Industrieumfeld“ 2018 empfiehlt 150/200 Lux in den grundlegenden Prozessbereichen und 300/500 Lux in den Bereichen, in denen das Endprodukt hergestellt und verpackt wird.

Auswahl der Leuchten

Alle Thorlux-Leuchten für explosionsgefährdete Bereiche sind als Typ „n“ für Umgebungen der Zone 2/22 klassifiziert. Die FGN LED Type`N` ist eine korrosionsbeständige Aufbauleuchte, die Prismalux Type `N` ist eine robuste Schottleuchte, die sowohl für interne als auch externe Anwendungen geeignet ist. Die Thoroseal LED Type `N` ist eine Hallenreflektorleuchte mit einem Gehäuse aus Aluminiumdruckguss. Die Three-65 Type `N` ist eine eigenständige Notleuchte, die mit selbstklebender Beschriftung als Notleuchte verwendet werden kann.

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